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Nähmaschine

Unter dem Titel "A sewing machine for Florence" (eine Nähmaschine für Florence) lief im Juni 2008 unser erstes Projekt auf der Internet-Spendenplattform Betterplace.

Florence kennen wir seit dem ersten Besuch in Uganda 2004.
Sie ist Halbwaise und gehörte zu den ersten Kindern, die von Ruth Mirembe bei sich aufgenommen wurden und mit denen die Geschichte von Bethesda International begann. Seit sie 11 Jahre alt war, lebte sie im Shalom Home. 
Von einem kontaktfreudigen und äußerst wissbegierigen Teenager hat sie sich mittlerweile zu einer netten und zielstrebigen jungen Frau entwickelt, die inzwischen auch Mutter einer kleinen Tochter geworden ist.
Da der Vater des Kindes keine Verantwortung für seine kleine Familie übernehmen wollte und Florence sich inzwischen von ihm getrennt hatte, musste sie nun selbst eine Möglichkeit finden, sich und ihr Kind zu ernähren.
Sie jobbte in einer Leihbücherei, doch diese Arbeit brachte ihr nicht mehr als ein kleines Taschengeld ein.

Wie sie uns bei unserem Besuch im März 2008 berichtete, wollte sie eigentlich Schneiderin werden und auch selbst Kleidung entwerfen. Allerdings hatten die Organisation Bethesda und auch Ruth Muga privat nicht die Mittel, um Florence diese Ausbildung zu ermöglichen. Da sie schon immer sehr kreativ war und ein gutes Modeempfinden hat, sahen sowohl wir als auch die Verantwortlichen von Bethesda gute Chancen, dass sie ihre Ziele mit unserer Unterstützung würde verwirklichen können.
Florences Idee war es, sich vor allem auf das Nähen festlicher Damen- und Herrenmode zu spezialisieren, da sie daran große Freude hat und ihr dies auch den entsprechenden wohlhabenden Kundenstamm sichern würde.

Sie wurde im Sommer 2008 unser erstes Ausbildungs"patenkind". Da die Patenschaftsgebühren aber nur die Schulkosten abdecken, wollten wir anderweitig versuchen, ihr zu einer Übungsnähmaschine zu verhelfen, die sie schon während des gesamten Kurses nutzen sollte und auch danach verwenden soll, um sich ein eigenes kleines Geschäft aufzubauen.

Wir wagten daher einen ersten Versuch mit der neuen Spendenplattform Betterplace und - völlig unglaublich! - nach nur wenigen Tagen hatte sich tatsächlich eine Spenderin gefunden, die die Kosten für die Nähmaschine und entsprechendes Zubehör in voller Höhe übernahm.

Florence war überglücklich. Sie schrieb uns, wie hoffnungslos sie noch wenige Wochen und Monate zuvor gewesen war und wieviel Mut und Kraft es ihr gab, dass sie nun eine Ausbildungspatin gefunden und sogar eine eigene Nähmaschine bekommen hatte.

Beim nächsten Besuch in Uganda im Oktober 2008 traf Sylvia aus unserem Team eine freudestrahlende Florence mit Nähmaschine an.

Seit Herbst 2008 besucht die junge Frau nun ihren einjährigen Kurs.
Ihre kleine Tochter kann während der Schulzeit durch die Oma betreut werden, die allerdings selbst HIV+ und daher oft etwas geschwächt ist.
Inzwischen wurde uns schon mehrfach aus Uganda berichtet, wie gut sich Florence in ihrem Kurs macht und wir erhielten die Bestätigung, dass dies genau das Richtige für sie war.

Unser herzlicher Dank geht an Florences Patin und die großzügige Spenderin der Nähmaschine!