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Foster Homes

Die Hope Family 2014

In Bugembe, einem Vorort von Jinja, der mit dem Kleinbus ca. 15 Min. von Jinja Town entfernt liegt, lebt die Hope Family.
Die Heimeltern sind Mabel und Dickson Wesonga. Sie haben drei Söhne: Joshua, Joel und Jethro, und mehrere Pflegekinder, für die sie sorgen. Auch um einige bedürftige Kinder außerhalb kümmern sie sich nach ihren Möglichkeiten.
Die einzige Tochter der Wesongas, Melissa, ist bei einer Brandkatastrophe an ihrer Schule im April 2008 im Alter von nur neun Jahren ums Leben gekommen.
Genau zwei Jahre später erschütterte eine neuerliche Katastrophe die Familie. Auf dem Weg zur Schule verunglückte die kleine Pflegetochter Jacklyn bei einem Busunfall tödlich. Der Verlust der beiden Töchter und Schwestern hat die Familie schwer getroffen.

Das neue Hope Home

Bis Herbst 2009 bewohnte die Familie ein gemietetes kleines Häuschen. Die Lebensbedingungen dort waren sehr einfach, die kleinen Zimmerchen spärlich möbliert und dunkel. Das große Grundstück, auf dem das Haus lag, hatte aber etwas für sich. Es war ein idealer Spielplatz für die Kinder, so dass sie sich dort oft mit sämtlichen Nachbarskindern tummelten.
Inzwischen sind die Wesongas in ihr eigenes Haus gezogen. Das Grundstück auf einem Hügel mit schöner Aussicht über Bugembe hatten sie bereits 2001 erworben. Der Hausbau erfolgte seitdem in achtjähriger Bauzeit in Etappen. Als Baumaterial dienten rote Ziegel. Innen wie außen ist das Haus zur Zeit noch unverputzt. Der Betonboden sowie die Türöffnungen sind ebenfalls noch nicht fertig gestellt.
Ein Raum im Haus dient aktuell als provisorische Küche. Ein Waschraum und das Plumpsklo befinden sich, wie in Uganda üblich, außerhalb des Hauses, auf der anderen Seite eines kleinen Hofes.

Die einzige Wasserversorgung war anfangs ein Regenwassertank, der auf diesem Hof steht. War er leer, musste das Wasser in Kanistern mühsam den Hügel hinauf geschleppt werden. Unser Verein übernahm daher im April 2010 die Kosten für einen Wasseranschluss auf dem Grundstück, der inzwischen gelegt werden konnte.
Dickson Wesonga ist in der christlichen Jugendarbeit tätig. Seinen Job mit einem regelmäßigen Gehalt hat er leider verloren. Öfter betreut er ausländische christliche Gruppen in einem Camp auf einer Insel im Victoriasee. Sowohl er als auch seine Frau werden immer wieder zu größeren christlichen Veranstaltungen im In- und Ausland eingeladen. Eine starke Verbindung besteht in die Schweiz. 2006 hatten die Wesongas eine junge schweizer Volontärin bei sich wohnen und im Jahr darauf nahm Mabel an einem mehrwöchigen Kurs in der Schweiz teil, der ihr größtenteils gesponsort wurde.

Mabel (2015)

Mabel ist sehr engagiert und geschäftstüchtig, wenn es darum geht, selbst etwas zum Familienunterhalt beizutragen. 2004 produzierte sie gemeinsam mit einem Nachbarn schmackhafte Fruchtsäfte, die von der ugandischen Lebensmittelkontrolle bereits für den allgemeinen Verkauf zugelassen waren. Als der Nachbar kurzfristig absprang, konnte Mabel leider nicht alleine weiter machen.
Findig entwickelte sie eine neue Idee: Sie fertigt inzwischen seit längerem bunte Ketten aus dem Papier alter Kalenderblätter an. Diese verkauft sie in Uganda und über ihre Auslandskontakte. Auch unser Verein bietet im Afrikashop Mabels Ketten an.

Im Januar 2015 erzählte uns Mabel, dass sie gelernt hätte, Kekse in einem Gasherd zu backen. Diese Kekse (Durchmesser ca. 7 cm) hätte sie auch bereits in der Kirche verkaufen können. Ihr Wunsch wäre ein eigener Gasherd. Durch etliche Spenden über die Internet-Spendenplatform "Betterplace" konnten wir ihr diesen Wunsch erfüllen.

Die Wesongas legen großen Wert darauf, dass zu Hause Englisch gesprochen wird und halten die Kinder auch beständig dazu an, viel zu lesen.
Dies tun die Kinder mit großer Begeisterung. Dass die Beschäftigung mit Sprache und auch Schriftsprache in dieser Familie eine Priorität ist, merkt man den Kindern des Hope Home deutlich an. Sie sind überaus interessiert an Büchern und können sich im Vergleich zu vielen anderen Kindern, die wir in Uganda getroffen haben, sehr gut auf Englisch ausdrücken.
Wenn wir bei unseren Besuchen die Patenpost übergeben, werden zu allererst einmal ganz wissbegierig die Briefe "verschlungen", so dass man den Eindruck erhält, dass diese für die Kinder eigentlich im Vergleich zu den kleinen Beigaben das größere Geschenk sind.

Ausblick vom Haus aus
Seitenansicht des Hauses
Innenbereich
Vorratsraum
Essecke
Terasse (Hausrückseite)
Wohnzimmer (viel Platz, aber kaum Möbel)
Gabi und Sylvia vom Bulungi Team im Gespräch mit Mabel und Dickson
Arafat, Joel und Jethro spielen Memory