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Foster Homes

Deborah´s Home
Einige von Deborah's Kindern

Deborah's Family lebt ungefähr 12 km außerhalb von Jinja in Wairaka auf einem großen Grundstück in Sichtweite des Victoria-Sees.

Heimmutter Deborah Nabeta ist seit einigen Jahren verwitwet. Sie musste sich allein um ihre Kinder kümmern. Nach dem AIDS-Tod einiger ihrer Geschwister nahm sie auch deren Kinder bei sich auf. Auch um mehrere ältere Verwandte muss sie sich kümmern, die ebenfalls mit auf dem Grundstück leben.
Ende 2009 starb ein weiterer Bruder, der drei kranke Frauen und eine ganze Reihe Kinder hinterließ. Weitere Angehörige gaben ebenfalls Kinder in Deborahs Obhut. Sie ist die einzige Person in der Familie, die noch in der Lage ist, für diese Kinder zu sorgen und hatte daher keine andere Wahl, als sie bei sich aufzunehmen. Die Zahl der betreuten Pflegekinder stieg somit von anfangs 13 auf jetzt 58.

Deborah hat Haus und Grundstück von ihren Eltern geerbt. Wegen Erbschaftsstreitigkeiten nach dem Tod ihres Bruders mit einem Neffen verbrachte sie Anfang 2010 mehrere Tage unberechtigt im Gefängnis. Die Angelegenheit ist immer noch vor Gericht.
Deborah ist aktiv am Gemeindeleben beteiligt. Sie besucht regelmäßig eine Wairaka Frauengruppe und lernt Englisch.

Deborah's Schweinezucht wird von der Familie gemeinsam betrieben, Deborah’s älterer Bruder und einige der größeren Jungen kümmern sich um die Tiere. Die Anzahl der Schweine wird von Jahr zu Jahr größer und dieses Jahr gab es einen weiteren halbfertigen Unterstand, der bald in Betrieb genommen werden soll. Alle größeren und kleineren Schweine machten einen gut versorgten Eindruck. Sie werden in Gruben gehalten, was wohl eine “neuere“ Methode ist, um keine Böden aus Beton oder Holzbrettern bauen zu müssen.

Es gibt auch eine Nähmaschine auf der Taschen genäht werden, die dann verkauft werden. Deborah wird seit ungefähr zwei Jahren vermehrt von ihrem jüngsten Sohn Benson unterstützt.

 

Eins von Deborah's zahlreichen Schweinen
Ein weiterer Schweinepferch entsteht
Die Nähmaschine für die Taschen-Produktion

Neben dem Hauptwohnhaus mit einem Wohnzimmer und drei Schlafräumen, gibt es noch mehrere Nebengebäude, in denen Familienangehörige wohnen. Diese Gebäude sind aus Lehm gebaut und haben auch einen Lehmboden. Die Mädchen schlafen im Haupthaus, der Jungenschlafraum befindet sich in einem Nebengebäude. Während der Schulzeit leben hier nur die jüngeren Kinder, die älteren sind an ihren Schulen im Internat untergebracht. Während der Ferien wird es dann etwas enger im Haus. Viele Kinder nutzen aber auch die Zeit, um Angehörige zu besuchen.

Mit unserer Unterstützung hat die Familie vor einigen Jahren einen Wasseranschluss erhalten und im letzten Jahr wurde das Haus auch an die Stromversorgung angeschlossen. Aus Spenden wurden Betten und Matratzen angeschafft und Deborah erhielt Geld, um eine Schweinezucht zu beginnen.

 

Der Frisiersalon vor dem Haus
Wahab beim Kopf rasieren

Deborah handelt mit Hirse und anderen Lebensmitteln, die sie günstig auf dem Land kauft und dann teurer weiterverkauft. Eine weitere Einnahmequelle für die Familie hat sich im letzten Jahr durch die Stromversorgung aufgetan: vor dem Haus gibt es einen Friseur-Salon, der vor allem von den größeren Jungen betrieben wird. Hier werden mit einer Haarschneidemaschine die Köpfe rasiert. Da dies an fast allen Schulen die vorgeschriebene Frisur ist, spart Deborah die Friseurkosten für ihre Kinder und es kommt auch zahlende Kundschaft aus der Umgebung.

Vor einigen Jahren hat Deborah begonnen, ein weiteres Gebäude auf dem Grundstück zu bauen, das nach und nach fertiggestellt wird. In einem Teil des Hauses möchte sie Hühner halten, der Rest soll zum Wohnen genutzt werden. Im letzten Jahr wurde vor dem Haus auch eine Wasserpumpe gebohrt und installiert, so dass Wasser zum Waschen nicht aus der Wasserleitung entnommen werden muss.