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Ausbildungsförderung

Aktuelle Situation
In den nächsten Jahren werden viele der Jugendlichen, die seit Jahren in Uganda betreut und gefördert worden sind, ihren Mittel- oder Oberschulabschluss machen. Daher sehen wir nun dringenden Handlungsbedarf, diese Jugendlichen auch über den Schulabschluss hinaus zu unterstützen.

Situation der Jugendlichen nach dem Schulabschluss
Im Wesentlichen bestimmen die Noten des Abschlusszeugnisses den weiteren Werdegang der Absolventen - ob sie sich z. B. an einer Hochschule einschreiben können, oder eher eine praktische Berufsausbildung machen sollten.
In jedem Fall kann man mit einem Abschlusszeugnis in der Tasche in Uganda nicht direkt in ein bezahltes Berufsleben übertreten. Ausbildungsformen wie hier in Deutschland, die teils aus Berufspraxis in einem Betrieb, teils aus Blockunterricht an einer Berufsschule bestehen und bei denen den Azubis bereits ein Gehalt ausbezahlt wird, gibt es nicht.

Die Schüler müssen, falls sie keine Hochschule besuchen, auf der sie innerhalb von zwei Jahren ein Diplom oder innerhalb von drei Jahren einen Bachelor Grad erwerben können, noch einmal zwei bis drei Jahre einen Kurs an einer berufsbildenden Schule mit spezieller Ausbildungsrichtung absolvieren. All dies kostet Gebühren – Geld, das diese jungen Menschen nicht haben und auch durch ihre Teilzeitjobs, die sie in diesem Alter oft annehmen, nicht annähernd ansparen können.

Für uns als Verein steht fest: Wir können unsere Schützlinge nicht viele Schuljahre lang liebevoll und fürsorglich begleiten und sie dann kurz vor dem letzten und entscheidenden Schritt in ein selbstständiges Leben im Regen stehen lassen.

Ausbildungspatenschaft
Wir bieten daher nun ein Ausbildungsförderungsprogramm an, das auf jeden Jugendlichen oder jungen Erwachsenen individuell zugeschnitten ist und für Sie als Paten auf zwei oder maximal drei Jahre begrenzt und daher auch überschaubar ist.
Die Kosten liegen pro Monat mit ca. 60,00 - 90,00 € wesentlich höher als bei einer Schulpatenschaft und können je nach Ausbildungsrichtung individuell sehr unterschiedlich sein. Dafür wird der komplette Bedarf des Auszubildenden abgedeckt, das heißt nicht nur die reinen Unterrichtskosten, sondern auch Uniform, Arbeitsmaterialien, Anmeldungs- und Prüfungsgebühren. 
In einzelnen Fällen können sogar die Kosten für die Unterbringung in einem Wohnheim sowie für Verpflegung enthalten sein, falls Jinja nicht der Schulort ist.

Aufgrund der höheren Kosten bieten wir für jeden Auszubildenden zwei (in Sonderfällen auch drei) Teilpatenschaften oder eine Vollpatenschaft an. Die Teilpaten können mit dem Kind unabhängig voneinander einen Kontakt aufbauen und pflegen und werden gleichermaßen mit aktuellen Informationen bedacht.

Wie bei einer Schulpatenschaft informieren wir Sie auch bei dieser Patenschaftsform durch einen Jahresbericht oder kurze Feedbacks seitens der Organisation über die Fortschritte Ihres Schützlings. Zeugnisse erhalten Sie nur, sofern die jeweiligen Schulen diese ausstellen.

Die Kommunikation zwischen Pate und Patenkind ist ein wichtiger Aspekt dieses Programms. Da die Jugendlichen relativ selbstständig agieren können, kann die Häufigkeit eines brieflichen Austausches mit dem Paten hier auch weit über die drei Briefe, die wir bei Schulpatenschaften zusichern, hinausgehen. In einigen Fällen wird eine Kommunikation auch per E-mail möglich sein. Dies hängt von den jeweiligen Zugangsmöglichkeiten der Jugendlichen zum Internet ab. Wir können hierbei jedoch nichts versprechen, da Besuche in einem Internetcafé für die Jugendlichen mit Kosten verbunden sind und sie kaum eigenes Geld zur Verfügung haben.