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Ernährung

Justine kocht
Miria und Mary essen Pocho and Beans

In Uganda wird vorwiegend auf kleinen Holzkohleherden gekocht. Sie haben etwa die Größe eines 10 Liter Eimers mit einer Lüftung unten. In die große Öffnung oben wird die Holzkohle gegeben und darauf der Topf gestellt. Häufig wird wegen der Rauchentwicklung draußen gekocht, aber es ist auch möglich, diese Herde drinnen zu benutzen.
Auf ein oder zwei Kochern werden pro Mahlzeit meist mehrere Gerichte herstellt. Das Kochen für eine Mahlzeit nimmt daher meist einige Stunden in Anspruch.

Da in ugandischen Haushalten Nahrungsmittel in der Regel nicht gekühlt werden können, kommen viele Lebensmittel, die auf dem europäischen Speisezettel stehen, wie z. B. Wurst, Käse und diverse Milchprodukte kaum vor. Man findet sie nur vereinzelt in den von Indern geführten Supermärkten.
Hauptnahrungsbestandteile sind daher Getreide- und Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Kartoffeln sowie verschiedene Gemüsesorten.

Hauptnahrung in allen Heimen ist Posho, ein fester ungesalzener Brei aus weißem Maismehl.
Meist gibt es dazu gekochte rote Bohnen, die etwas kleiner als Kidney Bohnen sind.
„Posho and Beans“ ist ein typisches Abendessen in den meisten Heimen und Internaten.
Weitere Gerichte, die es aber für die Kinder selten bzw. nur zu besonderen Anlässen gibt können sein:

  • Spaghetti mit etwas Gemüse und Öl
  • Reis natur
  • Chapati – gebratene Maismehlfladen
  • Irish Potatoes – Kartoffeln, in Tomatensauce geschwenkt
  • Matoke – Kochbananen, geschält und mit einem Bananenblatt bedeckt,    zu einem festen Brei gekocht
  • Cassava – Maniok, zu Brei gekocht oder in Streifen in Öl gebacken
  • Gemüseeintopf aus verschiedenen Gemüsearten
  • Spinatgemüse
  • Omelett
  • Erdnusssauce
  • Gekochter Fisch – eine Art Barsch, in Scheiben in Gemüsesud gekocht. Für die Ugander ist der Kopf das Beste.
  • Fleisch – meist Huhn oder Ziege, in Stücke geschnitten mit Haut und teilweise Knochen, geschmort mit Sauce

Fleisch und Fisch sind sehr teuer und können daher nur zu hohen Feiertagen wie Weihnachten und Ostern serviert werden.
An frischen Früchten gibt es: Bananen, Ananas, Mango, Papaya, Jackfruit, Passionsfrucht.
In der Praxis essen die Kinder jedoch wenig Obst, da es bei den benötigten Mengen teuer ist.
Zum Frühstück gibt es Porridge, einen dünnen, trinkbarer Brei aus Maismehl und Wasser.
Die meisten Kinder erhalten an ihrer Schule außerdem ein Mittagessen.